Ein Blick zurück – #8.2015

Stillleben aus kleinem Krug, Schale und blühender Amaryllis

Eine nette Idee, der Blick zurück. Abgeguckt bei philuko.

Gesehen: Mein bester Freund, Patrice Leconte
Gehört: Mozart, Concerto For Bassoon and Orchestra in B Major
Gelesen: Die Freundschaft, Connie Palmen
Getan: das WDR-Studio in Dortmund besichtigt
Gegessen: Linsenrisotto mit Salsiccia
Getrunken: Erdbeer-Prosecco (not sure about it)
Gefreut: am Ende einer aufreibenden Woche über richtig gewählte Worte und eine ungeheure Erleichterung
Gemacht: Gedanken über das Leben, über Lebensläufe und Verhaltensweisen
Gerührt: Von den unscheinbaren Teenagern aus den USA
Gewünscht: Klarheit in den Gedanken und den Gefühlen
Geplant: einen Wochenendtrip mit mir alleine
Gelernt: ein bisschen besser auf meinen Körper zu hören
Geklickt: Getrennte Schlafzimmer – der Anfang vom Ende? Blog von 47plus

Ich wünsche Euch allen eine tolle Zeit. Genießt, was ihr tut!

Ein Blick zurück – #7-2015

Ein Karussell in Dortmund's Innenstadt

Eine nette Idee, der Blick zurück. Abgeguckt bei philuko.

Gesehen: Der große Trip – Wild
Gehört: Mozart, Clarinet Concerto
Gelesen: Logbuch eines umbarmherziges Jahres, Connie Palmen
Getan: meinen Strickblog erneut um drei Monate verlängert
Gegessen: Spaghetti mit Pesto
Getrunken: Espresso
Gefreut: über die wunderbare Musik von Mozart
Gemacht: mit einem neuen Strickprojekt begonnen
Gelacht: über die Ignoranz von Menschen, wenn man ihnen auf diplomatische Art und Weise etwas Unangenehmes näherbringen möchte
Gewünscht: mehr Ruhe und Beständigkeit in meinem Leben
Geplant: mehr 50+-Beiträge
Gelernt: das nicht alles, von dem man sich wünscht, es zu verändern, auch veränderbar ist
Geklickt: Armut mitten in Dortmund, 15 Amazing Senior Style Instagrammers You Should Follow right now (wow!)

Ich wünsche Euch allen eine tolle Zeit. Genießt, was ihr tut!

Ein Blick zurück – #6-15

Foto Kaffeetasse Gedeck und Rosenstrauß im Café Chocolat Dortmund

Eine nette Idee, der Blick zurück. Abgeguckt bei philuko.

Gesehen: Günther Jauch, ARD
Gehört: Keith Jarrett, The Köln Concert
Gelesen: DLG Mitteilungen
Getan: mit den Naturfreunden/Dortmund gesungen
(Euer Kampf, Nicola und Bart, brannte weit und wurde Fanal, brannte rot und wurde zum Schrei: “Gebt Sacco und Vanzetti frei”. - Text: Franz Josef Degenhardt)
Gegessen: Rote-Beete-/Schokoladenkuchen
Getrunken: Pfefferminztee
Gefreut: über den Sonnenschein am heutigen Tag
Gemacht: ein weiteres Birnenbrot gebacken
Gelacht: über Prince Philips angebliche Begrüßung Helmut Kohls mit den Worten: “Guten Tag, Herr Reichskanzler”
Gewünscht: eine neue Lampe für’s Home-Office
Geplant: einfach mal ein ruhiges Wochenende zu verbringen
Gelernt: “Nein” zu sagen
Geklickt: thisis.me (Kristin Perers)

Ich wünsche Euch allen eine tolle Zeit. Genießt, was ihr tut!

 

Wechseljahre – nicht mein Projekt

Grafik Klimawechsel* *Eine willkommene Veränderung?

Hitzewellen – die ersten habe ich fast nicht bemerkt. Dass sich mein Körper gerade in einer schweren Umbruchphase befindet, wurde von mir daher erstmal ignoriert. Dann traten sie häufiger auf und mit einer spürbar größeren Wucht. Hinterlistigerweise schlichen sie sich meistens nachts heran und raubten mir den Schlaf. Alles nicht so schlimm, fand ich. Wozu gibt es Mönchspfeffer. Eine Zeit lang schien alles gut, die Lage hatte sich beruhigt. Aber mein Körper ist ein guter Schauspieler. Tief im Innern tobte er weiter, lehnte sich auf gegen das plötzliche Fehlen der jahrzehntelang so bereitwillig von ihm selbst gewährten Östrogengabe und zog mich schließlich in einen regelrechten Hitze-Tsunami. Nun lag ich jede Nacht mindestens drei bis vier Stunden wach, wälzte mich unruhig von einer Seite zur anderen, wechselte die durchnässten Nachthemden, war müde, gereizt und einfach nicht mehr ich selbst.

Ich war 47 Jahre alt, als mich die Wechseljahre oder die Menopause (was für eine Pause, bitte schön?) mit einer Heftigkeit überrannten, die mich regelrecht aus den Schuhen hob. Mein Körper hatte beschlossen, bestimmte Körperfunktionen nicht mehr zu unterstützen. Ich fühlte mich davon zeitweise – insbesondere wegen des Schlafmangels – so erschöpft, dass ich arbeitsunfähig war. Es war nicht nur die Kraftlosigkeit, die mir zusetzte, sondern auch die physiologische Endgültigkeit, die biologische Irreversibilität, die damit zusammenhängt. Das sollte es schon gewesen sein? “Freu Dich doch”, meinten meine Freundinnen, die mein Wehklagen über das Ausbleiben meiner Menstruation nicht immer verstehen wollten. Aber an mir nagten ernsthafte Zweifel. Kann ich mich jetzt überhaupt noch als Frau fühlen, jetzt, wo mir meine Eierstöcke so definitiv den Dienst versagen und mir unmissverständlich klar machen, dass ich nicht mehr zum reproduktionsfähigen Teil dieser Gesellschaft gehöre?

Ja, es war schwierig, mich mit diesem Umstand abzufinden. Nun kam zwar eine Mutterschaft jenseits der 40 für mich gar nicht mehr in Frage, aber zu wissen, dass dieses Kapitel meines Lebens abgeschlossen ist, hat mich regelrecht beleidigt. Soweit der psychische Aspekt der Geschichte. Aber was war mit den körperlichen Reaktionen, die mir die Lebensqualität raubten? Mich immer wieder arbeitsunfähig schreiben zu lassen, war keine Dauerlösung. Alle Phytoöstrogen-Präparate und sonstigen Abhilfe versprechenden Elixire der Reformhäuser, auch Hormon-Yoga, hatte ich inzwischen ausprobiert – genutzt hatte keines. Hilflos fühlte ich mich den Anpassungserscheinungen meines Körpers ausgeliefert. Schließlich entschloss ich mich zum Besuch meiner Frauenärztin. Wie ein Hohn nahm sich da der sicherlich wohlgemeinte Rat des Fitnessdoktors Prof. Dr. Ingo Froböse aus, der mir im Wartezimmer in einer Frauenzeitschrift begegnete: Demnach war “den paar Hitzewellen” ganz einfach mit sportlicher Bewegung beizukommen –  zu diesem mangels eigener Erfahrung wenig relevanten Tipp eines Mannes (!) fällt mir bis heute nur die Redensart vom Blinden und der Farbe ein.

Wie ein Häufchen Elend saß ich ich also vor meiner Ärztin und bettelte sie an, mir zu helfen. Tja, was soll ich sagen? Die einzig wirksame Therapie schien eine regelmäßige Einnahme eines Hormonersatzpräparates zu sein. Oh nein, Hormone wollte ich doch niiieeee nehmen! Aber auch ich war mittlerweile an dem Punkt, an dem ich andere Maßnahmen für sinnlos hielt, und so nehme ich nun täglich meine Tablette, lebe mit der Illusion, dass mein Körper immer noch 46 ist, obwohl ich in diesem Jahr die 50er erreiche, und bin mir des erhöhten Brustkrebsrisikos bewusst. So hat sie also angefangen, die Epoche, die in den Medien und Frauenzeitschriften häufig als Eintritt in einen neuen, erfüllten Lebensabschnitt beschrieben wird, den frau einfach bejahen sollte. Klimawechsel als Chance? Na ja, so ganz bin ich noch nicht überzeugt.

So, liebe Freundinnen jenseits oder diesseits der 50er mit entsprechenden Klimaerfahrungen: Was ist Eure Meinung zu dem Thema oder habt ihr vielleicht schon etwas anderes ausprobiert? Ich freue mich auf Eure Kommentare und Nachrichten!

Ein Blick zurück – #5-15

Stilleben Blumenvase Tonkrug Keramikschale auf einem Tisch

Eine nette Idee, der Blick zurück. Abgeguckt bei philuko.

Gesehen: Borgen- Gefährliche Seilschaften, Staffel 3 (auf DVD)
Gehört: Wo bist Du?, Silly
Gelesen: Dortmund ist hip! Ruhr Wirtschaft
Getan: einen Tag wegen einer Erkältung im Bett verbracht
Gegessen: Currywurst-Spieße
Getrunken: Roiboos-Tee
Gefreut: über den kleinen thriftshop-find, der nun den Esstisch aufpeppt (s.o.)
Gemacht: neue Kissenbezüge fürs Wohnzimmer
Gelacht: https://twitter.com/akkordeonistin/status/560398161349718016
Gewünscht: ein baldiges Ende des von mir so wenig geliebten Januars
Geplant: einen Besuch des Nachttrödelmarkts im Depot
Gelernt: wie Automobilkarrosserien bei der Montage in drei Ebenen bewegt werden können
Geklickt: Germanwatch – Hinsehen. Analysieren. Einmischen.

Ich wünsche Euch allen eine tolle Zeit. Genießt, was ihr tut!